Raiffeisenbank Augsburger Land West berichtet über eine positive Bilanz
Rekordverdächtig waren nicht nur die Temperaturen in der Rotthalhalle in Horgau bei der Generalversammlung der Raiffeisenbank Augsburger Land West. Auch manche Zahlen der durchaus positiven Bilanz, die von den Vorstandsmitgliedern Karl Rau und Hermann Scherer den zahlreich anwesenden Mitgliedern erläutert wurden, könnten so bewertet werden. Die größte Steigerung konnte mit 9,2 Prozent bei den Kreditausleihungen verzeichnet werden, die sich gegenüber dem Vorjahr auf 545 Millionen Euro erhöhten und somit die magische 500-Marke deutlich überstieg.
Die Gründe darin sieht Hermann Scherer in den langfristigen und guten Beziehungen zu den Firmenkunden, aber auch durch die persönliche Baufinanzierungsberatung vor Ort. „Unser Ziel ist es, wo ein Baukran steht, da wollen wir der Finanzierer sein“, nannte er als Motto. Nicht weniger positiv ist die Entwicklung im Einlagenbereich zu sehen. Um 5,5 Prozent erhöhten sich die Kundeneinlagen auf nunmehr 743 Millionen Euro. Addiert man zu dieser Bilanzposition noch die Guthaben auf Bausparverträgen, in Wertpapierdepots und bei Versicherungen hinzu, verwaltet die Bank insgesamt 1,64 Milliarden Euro an Kundengeldern, was einer Steigerung von 6,5 Prozent entspricht. Die Gründe darin sieht Karl Rau, für den es nach 27 Jahren sein letzter Bilanzbericht war, in den gestiegenen Kapitalmarktzinsen. Für die langfristige Anlage favorisiert der baldige „Ruheständler“ Anleihen und sieht für Aktien durchaus Chancen im mittelfristigen Bereich. Gespiegelt werden diese Posten in der Bilanzsumme, die sich um 4,9 Prozent auf 894 Millionen Euro erhöht hat. Moderater stellt sich die Entwicklung der Ergebniszahlen dar, für deren Vergleich auch der Durchschnitt der bayerischen Genossenschaften (GVB) herangezogen wird. Das Betriebsergebnis ermäßigte sich von 1,13 Prozent auf 0,92% Prozent (GVB 1,03 Prozent). Die Betriebskosten belaufen sich leicht verändert auf 1,63 Prozent (GVB 1,46 Prozent). Die Verantwortung in dieser Differenz zum Landesdurchschnitt sieht Hermann Scherer in der Filialdichte, an der die Bank auch weiterhin festhalten will. „Unsere Filialen sind kein Kostenfaktor, sondern das Fundament unserer Zukunft. Denn, eine menschliche Beziehung ist mehr wert als sie kostet,“ lautet die Philosophie der Bank.
Bestätigt wird die Richtigkeit dieser Strategie durch den kaum veränderten Bilanzgewinn mit 1,6 Millionen Euro. Profitieren davon werden die 20.223 Mitglieder der Genossenschaft mit ihren zwölf Geschäftsstellen im westlichen Landkreis und ihrer Niederlassung in Jettingen-Scheppach. Sie dürfen sich auf eine Dividendenzahlung von 2 Prozent auf ihre Geschäftsguthaben freuen. Summiert man die weiteren Vergütungen, wie den, gegenüber dem Vorjahr verdoppelten, Mitgliederbonus und die Vorteile bei Kontoführungs- und Kartengebühren dazu, ergibt sich eine Rendite von insgesamt 8,5 Prozent für die Teilhaber der Bank. Ein großer Anteil dieses geschäftlichen Erfolges ist den 148 Beschäftigten der Genossenschaft zuzuschreiben. „Dieses Team würden wir gerne verstärken, denn unser Geschäft läuft auf Hochtouren“, warb der Bankvorstand, der bemängelte, dass im gesamten Bankenbereich qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber fehlen.
Großzügig zeigte sich die Bank mit der Unterstützung von Vereinen und Institutionen, die für ihr wertvolles Wirken in der Region mit einer Spendensumme von 115.000 Euro belohnt wurden.